Empire Junior typewriter

Empire Junior # 44344, Sammlung G. Sommeregger 2016
Empire Junior # 44344, Sammlung G. Sommeregger 2016

Die Empire Junior ist eine Exportvariante der Schweizerischen Hermes 2000 Schreibmaschine. Sie wurde über die Empire Typewriters Ltd. (den Lizenzhalter für die Produktion von Hermes Baby Schreibmaschinen) in der zweiten Hälfte der 1930er Jahre in Grossbritannien verkauft. 

Empire Junior # 44344 

Im Juni 2016 konnte ich mit Hilfe eines Freundes aus England eine Empire Junior Schreibmaschine, Seriennummer 44344, erwerben. Vom Aussehen her tippt man als in der Schweiz beheimateter Sammler intuitiv auf eine Hermes 2000. Am Frontblech prangt jedoch das Logo eines Löwen, sowie die Aufschrift „EMPIRE“ (quer über den Löwen gedruckt) und „Junior“.

Empire Junior # 44344, Sammlung G. Sommeregger 2016
Empire Junior # 44344, Sammlung G. Sommeregger 2016

Eine kleine Klammer an dieser Stelle: heisst es nun Empire Junior, oder liest man nicht Junior Empire? Mit der Auswertung der vorhandenen Original und Sekundärquellen komme ich zum Schluss, dass „Empire Junior“ die richtige Reihenfolge ist. 1 Klammer zu.

Was hat es also mit dieser Maschine auf sich? Aufschluss gibt zunächst, und naheliegend, die Rückseite der Maschine selbst. Hier finden wir einerseits die Aufschrift „MADE IN SWITZERLAND“, andererseits einen Aufkleber „OFFICE EQUIPMENT DISTRIBUTORS / PROPRIETORS – BRITISH TYPEWRITERS LTD. / WEST BROMWICH“. „Made in Switzerland“ ist auch verblasst im Gegenlicht auf dem Rahmen vor der Tastatur lesbar.

Empire Junior # 44344, Sammlung G. Sommeregger 2016
Empire Junior # 44344, Sammlung G. Sommeregger 2016

Allein mit den Angaben auf der Maschine kann man also ablesen, dass diese Schreibmaschine in der Schweiz hergestellt und von der zur British Typewriters Ltd. gehörigen Office Equipment Distributors als „Empire Junior“ verkauft wurde.

Sehen wir nun, ob der Befund an der Maschine im Vergleich mit Maschinen gleicher Bauart (das ist die Hermes 2000 bzw. Hermes Media) und durch vorhandene Literatur zur Empire Junior gestützt wird.

Ursprung in der Hermes 2000 Schreibmaschine

Beeching 1974 erwähnt in seinem Kapitel zu den Hermes Schreibmaschinen, dass die Modelle Hermes Media und Hermes 2000 in Grossbritannien als Empire Junior verkauft wurden. 2

Hermes Media und Hermes 2000 basieren auf dem selben Grundmodell, der Hermes 2000, die ab 1932/33 von der Paillard S.A. in Yverdon, Schweiz, gefertigt wurde. Zunächst existierte nur das Modell Hermes 2000, 1936/37 wurde die Palette durch die Hermes Media erweitert. Während die Hermes 2000 ab 1937 mit einem automatischen Setz- und Löschtabulator, sowie einem Anschlagregulierer ausgestattet war, fehlte diese Ausstattung bei der Hermes Media, die nach E. Martin zunächst als vereinfachtes Modell nur für den Schweizer Markt gedacht war, ab 1938 aber auch exportiert wurde. 3 Die beiden Modelle sehen wir in folgender zeitgenössischer Werbung.

in : Neue Zürcher Zeitung, 4. Mai 1937.
in : Neue Zürcher Zeitung, 4. Mai 1937.

Die hier vorgestellte Maschine mit der Seriennummer 44344 entspricht von der Bauart her klar dem Hermes 2000 Modell, das 1937 auf den Markt kam. Einfach zu erkennen ist dies eben am vorhandenen automatischen Setz- und Löschtabulator (das ist der kleine silberne Hebel mit Kugelknauf links über der Tastatur) sowie dem Anschlagregulierer (der auf der Rückseite der Maschine angebrachte Drehknopf). Sehen wir zum Vergleich die Hermes 2000 # 37567 aus dem ersten Produktionsjahr 1937:

Hermes 2000 #37567 (1937), G. Sommeregger 2010
Hermes 2000 #37567 (1937), G. Sommeregger 2010

Die mir bisher bekannten Exemplare der Empire Junior entsprechen sämtlich dem Typus Hermes 2000, Modell 1937. Es ist aber nicht auszuschliessen, dass, wie von Beeching 1974 erwähnt, Exemplare existieren, die der vereinfachten Bauart der Hermes Media entsprechen. 

Vertrieb durch die British Typewriters Ltd.

Wie kam nun die British Typewriters Ltd. zum Vertrieb der in der Schweiz hergestellten Hermes 2000/ Hermes Media Schreibmaschine?

Die Firma Paillard hatte 1935 mit der Hermes Baby einen Verkaufs- und Exportschlager auf den Markt gebracht. Der Auslandsverkauf musste sich an den damaligen Gegebenheiten des Markts anpassen. Für gewisse Länder waren aufgrund Konkurrenz und Zollschranken Exporte für die Paillard sehr schwierig. Für diese Länder, zu denen neben Grossbritannien auch Italien zählte, war es rentabler, eine Lizenzproduktion zu vergeben.

Die Lizenz für die Herstellung der Hermes Baby in Grossbritannien wurde sehr früh von N.W.R. Mawle, dem damaligen Manager der Imperial Typewriter Co., erworben. Schon ab 1936 wurde die Hermes Baby in England produziert und als „The Baby Empire“ bzw. „Empire portable“ und „Baby Empire“ verkauft (s. unseren Artikel zur Baby Empire). Im Zug des Erfolgs der Hermes Baby verkauften sich auch die anderen Paillard Modelle besser. 

Für Dezember 1936 liegt nun eine zeitgenössische Quelle vor, nach der N.W.R. Mawle und seine British Typewriters Ltd. neben der Produktion der „Baby Empire“ auch den Vertrieb der Hermes 2000 unter dem Namen „Empire Junior“ aufgenommen hatte. 4

in: Hermes, No. 2, Weihnachten 1936 source: Archives cantonales vaudoises, ACV PP 680 2551
in: Hermes, No. 2, Weihnachten 1936
source: Archives cantonales vaudoises, ACV PP 680 2551

Wir dürfen also annehmen, dass die Empire Junior spätestens seit 1936 in Grossbritannien verkauft wurde. Dies entspricht auch den Angaben in Burghagens Liste der Herstellungsdaten. 5 Dieselbe Liste gibt 1939 als letztes Produktionsjahr an. Durch den 2. Weltkrieg wurden die Geschäftsbeziehungen offensichtlich unterbrochen, womit wir auf einen recht kurzen Verkaufszeitraum von drei Jahren zurückblicken.

Da die Empire Junior als reguläre Hermes 2000 Schreibmaschine in der Schweiz produziert wurde, ist es naheliegend, dass auch die Seriennummern für die Empire Junior denen der regulären Hermes 2000 Produktion entsprechen. Ein Vergleich zu den Einträgen für Empire Junior und Hermes 2000, die in der Burghagen Liste separat geführt sind, zeigt, dass diese nicht ganz übereinstimmen, sich jedoch im Wesentlichen überschneiden (s. Tabelle unten). Als Arbeitshypothese neige ich somit zur Nummerngleichheit von Hermes 2000 und Empire Junior.

Nach 1945 wurde die Produktion der Empire portable = Hermes Baby in England wieder aufgenommen und erfolgreich weitergeführt. Ein weiterer Vertrieb der Empire Junior nach 1945 ist mir aber nicht bekannt. 6

Produktionsdaten und Altersbestimmung

Für die Altersbestimmung einer Schreibmaschine kann die Fabriknummer (auch:  Seriennummer) sehr hilfreich sein. Bedingung dafür ist die Existenz von Alterslisten, die für das jeweilige Produktionsjahr die entsprechenden produzierten Seriennummern aufführen.

Für die Empire Junior findet sich die Seriennummer rechts auf der Wagenschiene und wird sichtbar, wenn man den Wagen ganz nach links schiebt.

Im Fall der Empire Junior gibt es in der sehr zuverlässigen „Burghagen“ Liste von 1962 eine Rubrik für die Empire Junior selbst. Als Vergleich habe ich aus oben genannten Gründen auch die Fabrikationsdaten für die Hermes 2000 / Media aufgeführt, ebenfalls aus der Burghagen Liste.

Jahr Seriennummern Empire Junior (Quelle: Schramm 1962 7) Seriennummern Hermes 2000/Media (Quelle: Schramm 1962 8)
1936–1937 32000–35000

 1936: 30001–33700

1937: 33701–41500

1938 –40000  41501–50000
1939 –55000  50001–60000

 

Dank

Mit vielem Dank an R. Bowker im Schreibmaschinenhimmel.

Erstellt am 27. Juni 2016 – letzter Update 6. Juli 2016

© typewriters.ch 2016

Notes:

  1. „Empire Junior“ wird in folgenden Quellen genannt: Artikel „Hermes Personalities. N.W.R. Mawle“, in: Hermes [Hauszeitschrift von Paillard], No. 2, Dezember 1936. Es ist dies eine Originalquelle, die am höchsten zu werten ist; Wilfred A. Beeching, Century of the Typewriter, London 1974, S. 117; Eintrag „Empire Junior“, in: Leonhard Dingwerth, Lexikon historischer Schreibmaschinen. Für die Zeit von 1940 bis zum Beginn der Elektronik, Delbrück 2007 + 2008, S. 111.
  2. „Media Model which was sold in the U.K. as the Empire Junior“ „Model 2000 was also sold as the Empire Junior.“ Quelle: Wilfred A. Beeching, Century of the Typewriter, London 1974, S. 117.
  3. Ernst Martin, Die Schreibmaschine und ihre Entwicklungsgeschichte, Aachen 1949, S. 294.
  4. Artikel „Hermes Personalities. N.W.R. Mawle“, in: Hermes [Hauszeitschrift von Paillard], No. 2, Dezember 1936. Leonhard Dingwerth irrt hier, wenn er unter dem Eintrag „Empire Junior“, in: Leonhard Dingwerth, Lexikon historischer Schreibmaschinen. Für die Zeit von 1940 bis zum Beginn der Elektronik, Delbrück 2007 + 2008, S. 111, schreibt, dass es sich bei der Empire Junior um einen Lizenznachbau handelte.
  5. H.F.W. Schramm, Liste der Herstellungsdaten deutscher und ausländischer Schreibmaschinen, Hamburg, Burghagen Verlag, 11. Aufl. 1962.
  6. Aufgrund eines Photos eines Prototyps aus dem Nachlass von N.W.R. Mawle steht die Hypothese im Raum, dass sich die British Typewriters Ltd. in der Nachkriegszeit mit dem Gedanken trug, die Hermes 2000 in Eigenregie zu produzieren. Dies müsste aber noch klarer belegt werden.
  7. H.F.W. Schramm, Liste der Herstellungsdaten deutscher und ausländischer Schreibmaschinen, Hamburg, Burghagen Verlag, 11. Aufl. 1962.
  8. H.F.W. Schramm, Liste der Herstellungsdaten deutscher und ausländischer Schreibmaschinen, Hamburg, Burghagen Verlag, 11. Aufl. 1962.

Sabb Schreibmaschine

Sabb # 11457, Sammlung G. Sommeregger 2016
Sabb # 11457, Sammlung typewriters.ch 2016

Die Sabb ist eine italienische Kleinschreibmaschine und wurde von den späten 1920er bis zu Beginn der 1930er Jahre hergestellt. Sie wurde aus der Juventa Kleinschreibmaschine entwickelt und ist Teil der grossen lombardischen Schreibmaschinentradition der Everest.

Die Sabb und ihre Vorgänger

Sabb # 11457, Sammlung typewriters.ch 2016
Sabb # 11457, Sammlung typewriters.ch 2016

„Sabb“ ist einerseits die Abkürzung der Herstellerfirma Societa Anonima Brevetti Brasa, andererseits  der Name der hier vorgestellten Schreibmaschine selbst. Die Firma SABB (hier in Grossbuchstaben geschrieben analog dem Aufkleber auf der Papierstütze) wurde in den 1920er Jahren gegründet. In Wirklichkeit schreibt sie sich aber in der Kontinuität ihrer Vorgängerfirma S.A.I.D., sowie der Nachfolgefirma Serio S.A. (Marke Everest) ein.

Die Juventa der S.A.I.D.

S.A.I.D. steht für S.A. (società anonima) Industria Dattilografica. 1 Diese in der 26, via Friuli in Mailand angesiedelte Firma 2 brachte in den 1920er Jahren die Schreibmaschine „Juventa“ auf den Markt. 3 Ob dies nun 1922 oder 1925 der Fall war – beide Angaben finden sich bei Ernst Martin. 4

Ernst Martin beschreibt diese wie folgt: „Sie war zuerst als sogenannte private Maschine, d.h. die Maschine für Privatleute gedacht. Sie hatte infolgedessen nur eine Walzenbreite von 185 mm. […] Es wurde ab 1926 eine grössere Maschine für normalbreites Papier hergestellt […]. Das kleinere Modell schrieb 78, das grössere 84 Zeichen, beide waren dreireihig. Randsteller, Zeilensperrung mit Glocke, Umschaltefeststeller. Das Gestell bestand aus einer Aluminiumlegierung, die Maschine wog nur 3,5 kg. Es war nichts daran genietet, alles durch Schrauben regulierbar.5 

Juventa # 8954, G. Fernandez Boas collection 2016, photo © R. Polt @ writingball.blogspot.com
Juventa # 8954, G. Fernandez Boan collection 2016, photo © R. Polt @ writingball.blogspot.com

Oben sehen wir eine Juventa mit der Seriennummer 8954 aus der Sammlung von G. Fernandez Boan. Sehr schön zu sehen ist der Name der Herstellerfirma, „SOC. ANONIMA S.A.I.D. – MILANO – ITALIA“. Weiter trägt sie die Modellnummer 2. Burghagens Liste erwähnt ein Modell 3 beginnend 1926. 6

Als produzierte Maschinen nachgewiesen sind Modell 2 und Modell 5 7.

Verkauft wurde die Juventa nach Ernst Martin auch unter den Namen Agar, Agar-Baby, Ardita, Diadema und Fidat. 8

Agar Baby. Quelle: Ernst Martin, Die Schreibmaschine, 1949
Agar Baby. Quelle: Ernst Martin, Die Schreibmaschine, 1949

Neben Exemplaren in klassischem Schwarz wurde auch eine Juventa in rot gemeldet. 9

Für das Jahr 1927 ist noch eine Verkaufsanzeige für die Juventa bekannt. 10 Nach Burghagens Liste lief die Juventa bis 1928. 11

Italo Brasa

Am 18. Februar 1924 12 meldete der Ingenieur Italo Brasa (Vornamen Nachnamen) in Italien und im Februar 1925 in mehreren anderen Ländern ein Patent für einen Schreibmaschinenwagen an. 13 

Über Italo Brasa ist aus besagten Patenten bekannt, dass er Italiener war, Ingenieur von Beruf, wohnhaft in dieser Zeit in der 22, Corso Vittorio Emanuele in Mailand. Es ist anzunehmen, dass er der führende Ingenieur und Namensgeber der späteren Firma „Brevetti Brasa“, übersetzt in etwa „die Patente von Herrn Brasa“, war. Über die Besitzverhältnisse der Sabb ist mir nichts bekannt.

Die Aufschrift auf vorhandenen Maschinen gibt präzise Nachweise von weiteren Patenten. Leider konnte ich diese nicht im Internet ausfindig machen, aber was noch nicht ist, kann ja noch werden. Sehen wir uns aber diese Referenzen genauer an. 

Patente zu Juventa und Sabb

Auf einer Juventa, und hier sei einem ebay Verkäufer für die schönen Fotos gedankt, finden wir folgende Patente aufgelistet: „18.2.1924 228300 / 18.2.1924 228301 / 18.2.1924 228302“. 14 Drei Patente am selben Tag. Es ist derselbe 18. Februar 1924, auf den das oben genannte US-Patent Bezug nimmt.

Nun finden wir die Patentnummern 228300, 228301 und 228302 ebenfalls auf den Sabb Maschinen. Dies belegt die Entwicklung der Sabb aus der Juventa heraus, beziehungsweise die Juventa als Grundlage für die Sabb.

Sabb # 11457, Sammlung typewriters.ch 2016
Sabb # 11457, Sammlung typewriters.ch 2016

Zusätzlich sind auf Sabb Maschinen folgende Patentnummern aufgeführt: 902925, 237180, 246266, 114922, 583989, sowie 9637/25 (in dieser Reihenfolge). 15

Somit ist eine Kontinuität, mit vielen Neuerungen, von der Juventa zur Sabb ablesbar.

S.A. Brevetti Brasa und die Sabb

Sabb. Quelle: Ernst Martin, Die Schreibmaschine, 1949
Sabb. Quelle: Ernst Martin, Die Schreibmaschine, 1949

Ernst Martin berichtet weiter: „Später änderte die Fabrik ihren Firmenwortlaut in S.A. Brevetta Brassa [recte: S.A. Brevetti Brasa] und verlegte die Fabrikation nach 20, via Cirene, später nach 17, via C. Farini, Mailand. Die Maschine wurde von da ab Sabb genannt und war verbessert.16

Danach ist die Firma S.A.B.B. eine Fortführung der S.A.I.D.. Die zugehörige Schreibmaschine wurde unter dem neuen Namen Sabb verkauft. Als Namensvariante bekannt ist mir Merkur. 17

Nach Ernst Martin ist die Sabb gegenüber der Juventa „verbessert“. Ob die letzten Exemplare der „Juventa“ schon der „Sabb“ gleichen, gilt es herauszufinden.

Auf den bekannten Exemplaren findet sich meistens die folgende Aufschrift am Vorderrahmen: „SOC. AN. BREVETTI BRASA – MILANO (ITALIA)“, sowie, umkreist, „M28“ oder „M30“.

An Farben sind neben dem klassischen Schwarz auch rote Exemplare bekannt. 18

Burghagens Liste gibt 1928 für den Beginn der Sabb-Produktion an. 19

Verkauft wurde die Sabb auch im Ausland. Für die Schweiz ist eine Werbeanzeige aus dem Jahr 1930 bekannt, in der die Sabb übrigens 250 Franken kostete. 20 Sie konnte auch für monatlich 20 Franken gemietet werden.

Diesen oder einen ähnlichen Weg muss die hier gezeigte Sabb Maschine genommen haben. Sie hat eine deutsche Tastatur. Gefunden habe ich sie in Basel.

Sabb # 11457, Sammlung typewriters.ch 2016
Sabb # 11457, Sammlung typewriters.ch 2016
Sabb # 11457, Sammlung typewriters.ch 2016
Sabb # 11457, Sammlung typewriters.ch 2016. „GR.B.“ für Grossbuchstaben und „ZIFF.“ für Ziffern.
Sabb # 11457, Sammlung typewriters.ch 2016
Sabb # 11457, Sammlung typewriters.ch 2016
Sabb # 11457, Sammlung typewriters.ch 2016
Sabb # 11457, Sammlung typewriters.ch 2016

Nach Burghagens Liste endete die Produktion der Sabb im Jahr 1930. 21

Auf einem späten Sabb Exemplar findet sich eine geänderte Aufschrift. Wir lesen „MILANO – OFFICINE MONDIAL – CREMA“. 22 Dies ist sehr interessant, da sich hier eine Verbindung zum Nachfolgemodell, der später als Everest bekannten Maschine, zeigt.

Von der Sabb zur Everest

Im Jahr 1931 kam die Nachfolgemaschine der Sabb, die vierreihige Everest Kleinschreibmaschine, auf den Markt. 23 Es gibt einen Hinweis darauf, dass die ersten Exemplare dieser vierreihigen Maschine unter dem Namen „Mondial“ verkauft wurden. 24

Everest. Quelle: Ernst Martin, Die Schreibmaschine, 1949
Everest. Quelle: Ernst Martin, Die Schreibmaschine, 1949

Mit der „Everest“ wurde eine jahrzehntelang erfolgreiche Schreibmaschinenproduktion zwischen Mailand und Crema begründet, übrigens nicht ohne Schweizer Beteiligung (davon an anderer Stelle mehr).

Mehr Sabbs im Netz

Dank

Mit vielem Dank an M. Elster (plustype.de), T. Fürtig, G. Fernandez Boan und R. Polt.

Erstellt am 13. Juni 2016. Letzter Update 16. Juni 2016.

© typewriters.ch 2016

Notes:

  1. Ernst Martin, Die Schreibmaschine und ihre Entwicklungsgeschichte, Aachen 1949, S. 316. Verschiedentlich wird der Name auch als Società anonima Industrie Dattilografiche angegeben, also im Plural.
  2. Ernst Martin, Die Schreibmaschine und ihre Entwicklungsgeschichte, Aachen 1949, S. 316.
  3. Ernst Martin, Die Schreibmaschine und ihre Entwicklungsgeschichte, Aachen 1949, S. 316.
  4. 1925 zunächst in: Ernst Martin, Die Schreibmaschine und ihre Entwicklungsgeschichte, 5. Auflage 1934, S. 755, sowie in: Fabriknummernverzeichnis. Daten zur Altersermittlung von Schreibmaschinen. Beilage zu: „Die Schreibmaschine und ihre Entwicklungsgeschichte“,  3. Auflage 1939; sodann 1922 in: Ernst Martin, Die Schreibmaschine und ihre Entwicklungsgeschichte, Aachen 1949, S. 316.
  5. Ernst Martin, Die Schreibmaschine und ihre Entwicklungsgeschichte, Aachen 1949, S. 316 f.
  6. H.F.W. Schramm, Liste der Herstellungsdaten deutscher und ausländischer Schreibmaschinen, 11. Auflage 1962
  7. # 13705, angeschrieben am vorderen Rahmen als „JUVENTA STANDARD“, Schreibmaschinenmuseum Peter Mitterhofer, Partschins
  8. Ernst Martin, Die Schreibmaschine und ihre Entwicklungsgeschichte, Aachen 1949, S. 316
  9. R. Polt in: ETCetera, No. 87, September 2009, S. 2. Das Exemplar ist mit „Corona“ angeschrieben.
  10. Mit 1927 datierte Anzeige der Juventa durch die Firma Carl Kühnke, Berlin, in: Leonhard Dingwerth, Historische Schreibmaschinen-Anzeigen. Quellen der Geschichte. 1880–1959, [Eigenverlag] 2000
  11. H.F.W. Schramm, Liste der Herstellungsdaten deutscher und ausländischer Schreibmaschinen, 11. Auflage 1962
  12. Angabe 18. Februar 1924 in US1620942.
  13. Bekannt sind mir: CH114922 vom 1. Mai 1926 (beantragt 17. Februar 1925), Italo BRASA, Macherio (Milano, Italia), Carello per macchina da scrivere; GB237180 vom 23. Juli 1925 (beantragt 21. Februar 1925), Improvements in or connected with Carriages for Typewriters; US1620942 vom 15. März 1927 (beantragt 16 Februar 1925), Italo Brasa, of Milan, Italy, Typewriter.
  14. Juventa, ebay, Juni 2016. Identische Referenzen auf Juventa # 8954 aus der Sammlung G. Fernandez Boan, URL: typewriterdatabase.com (abgerufen am 13. Juni 2016)
  15. Sabb # 11457, Sammlung typewriters.ch 2016
  16. Ernst Martin, Die Schreibmaschine und ihre Entwicklungsgeschichte, Aachen 1949, S. 317.
  17. Abbildung der Merkur von Arthur Frehner in Michael Adler, Antique Typewriters. From Creed to QWERTY, Schiffer Publishing, 1997, p. 150.
  18. Etwa # 11336, Sammlung S. Beck 2016
  19. H.F.W. Schramm, Liste der Herstellungsdaten deutscher und ausländischer Schreibmaschinen, 11. Auflage 1962
  20. Leonhard Dingwerth, Historische Schreibmaschinen-Anzeigen. Quellen der Geschichte. 1880–1959, [Eigenverlag] 2000
  21. H.F.W. Schramm, Liste der Herstellungsdaten deutscher und ausländischer Schreibmaschinen, 11. Auflage 1962
  22. # 11995
  23. Ernst Martin, Die Schreibmaschine und ihre Entwicklungsgeschichte, Aachen 1949, S. 317.
  24. Nino Antonaccio, in: Nino Antonaccio, Le origini della società Serio, in: Antonaccio / Carelli / Dasti / Marazzi / Marazzi / Parati, dall’Everest all’Olivetti. dalle „machinète“ alla prima macchina da scrivere elettronica del mondo, Crema 2002–2003, S. 19, gibt diese Information aus einem Werbefolder der Everest wieder.

Hermes Rocket manual

Hermes Rocket instructions manual, courtesy of K. Kostka.

download pdf: Hermes_Rocket_instructions_102_EUA_CCM

Hermes Rocket instructions, K. Kostka collection 2015
Hermes Rocket instructions, K. Kostka collection 2015

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