JAPY |
Beaucourt, Territoire de Belfort Japy war bereits eine Traditionsfirma, als sie 1910 in die Schreibmaschinenproduktion einstieg.
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Überblick Standardschreibmaschinen und Kleinschreibmaschinen
* Japy 50 und Étoile sind keine Eigenproduktion von Japy, nur Vertrieb. ** Keine Eigenproduktion, nur Vertrieb. Ursprung: Schweiz (6)
Japy Ursprung Frédéric Japy (1749 - 1812) war Uhrmachermeister in Beaucourt in der Franche-Comté. Er gilt als ein Begründer der industriellen Fertigung von Uhren. (1) Die Firma, von seinen drei Söhnen ab 1806 als "Japy Frères" in Beaucourt weitergeführt, diversifiziert nach dem Willen des Gründervaters in Eisenwaren. Weiters ist Japy der Erfinder von Pumpen (dieser Geschäftszweig besteht noch heute). (3) Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wird die Produktion auf Benzin-, Gas- und Elektromotoren erweitert, ab 1910 schliesslich werden auch Schreibmaschinen hergestellt. (2) Erstes Modell war die "Japy 3X" von 1910, die aus dem Ankauf der Fertigungsanlagen von Remington-Sholes in Frankreich resultierte. (4) Dabei wurden die Teile in Beaucourt hergestellt, die Montage erfolgte aber in Arcueil bei Paris. (2) 1928 heißt die Firma "Etablissements Japy Frères". (2) 1931 1931 brachte Japy eine erste eigene Kleinschreibmaschine, die Japy V (sprich: 5) auf den Markt, der jedoch kein Erfolg beschieden war. Die Produktion lief noch im selben Jahr aus. (6)
Japy V, n° 12743, with friendly permission, © Elster collection 2010 1934 - 1936 Die Hermes 2000 von Paillard wurde von 1934 bis 1936 als Japy 50 verkauft. (9) Sie wurde auch unter dem Namen "Étoile" hergestellt.
1937 - 1948 Später erwirbt Japy eine Lizenz zur Herstellung der Schweizer Patria Schreibmaschine. (s. unser Artikel zur Patria) Daraus resultiert die Japy, Modell P6, die von 1937 bis 1948 produziert wurde. (5) Diese ist also mechanisch eine "Patria", hat aber eine eigenes Design. 1950er Jahre 1954/55 wurden die Etablissements Japy Frères in vier unabhängige Gesellschaften aufgeteilt. Die Schreibmaschinensparte wurde von der "Société de Mécanographie Japy" weitergeführt. (2) Die gesamte Fabrikation fand nun in Beaucourt statt. (2) Von 1949 bis 1959 (5) wurde nun das zweite Design der Patria Schreibmaschine, das von Max Bill, von Japy hergestellt. Die Maschinen hiessen "P68" bzw. "Japy Personelle" (s. Bilder von Y. Lenchon und bei W. Davis). Japy P68, n° 254257 1960er Jahre Leicht verändert wurde die P68 in den 1960er Jahren als "Japy Script" verkauft. Gesa (baugleich mit Japy Script), n° 373809 Ende der Produktion Nach dem 2. Weltkrieg stellte Japy schon Schreibmaschinen mit Lizenz von Hermès-Paillard her. (2) 1971 schließlich wurde die Firma von Hermès-Paillard aufgekauft und die Produktion in Beaucourt eingestellt. (2) Die Fabrik heute: |
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Quellen / sources: (1) L'Aventure Japy. La machine à écrire, présentée par l'Association pour la Sauvegarde du Patrimoine Industriel Beaucourtois ASPIB, sous la direction de R. Choulier, A. Durget, B. Hartmann, M. Rachot, 1988. (2) Bernard Lardière, Raphaël Favereaux, Inventaire général du patrimoine culturel, ref. IA90000077, usine de mécanique de précision, de quincaillerie et de matériel d'équipement industriel Japy, dite usine des Fonteneilles, http://chateau.rochefort.free.fr/patrimoine/territoire-de-belfort/fiche.php?i=90009&m=44 (visited 20.07.2010) (3) Frédéric Japy, Wikipedia (f), http://fr.wikipedia.org/wiki/Fr%C3%A9d%C3%A9ric_Japy (visited 20.07.2010) (4) Robert Walter KUNZMANN, Hundert Jahre Schreibmaschinen im Büro. Geschichte des maschinellen Schreibens, Merkur Verlag Rinteln, 1979, p. 135. (5) Dirk Schumann, Typewriter Serial Number Database / Schreibmaschinen Seriennummern Datenbank, http://www.tw-db.com/ (visited 20.07.2010) (6) Privatkorrespondenz C. Cannac Oktober 2011. (7) L. Dingwerth, Lexikon historischer Schreibmaschinen, Delbrück 2008 (8) Information Y. Lenchon, Oktober 2011. (9) E. Martin, Die Schreibmaschine und ihre Entwicklungsgeschichte, Aachen 1949. |
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